Hans-Peter Kniese

Hans-Peter Kniese

Zwei neue Majestäten

Bei den Reitern siegte Jens Rieckenberg, bei den Keglern Svenja Röh

SÜDERMARSCH Auf Grund eines Übermittlungsfehlers sind in der Ausgabe vom Sonnabend ein falscher Text und ein falsches Foto zum Südermarschfest erschienen. Hier die korrekte Version:

Wenn einmal im Jahr in Schleswig-Holsteins zweitgrößter Flächengemeinde tüchtig gefeiert wird, dann geht es immer reihum. Das Sommerfest – das diesmal bei Inke und Frank Hars bei der Landgaststätte Voßkuhle stattfand – schließt auch stets ein Ringreiten ein. Diesmal geriet das Fest sogar noch ein paar Hausnummern größer, denn gleichzeitig fand ein Pokalringreiten statt, an dem sich die umliegenden Vereine aus Finkhaus, Simonsberg, Uelvesbüll und Südermarsch beteiligten.

Um 9.30 Uhr wurde gestartet – und bei hochsommerlichem Wetter mit Temperaturen um die 25 Grad wurden den Zuschauern spannende und faire Wettkämpfe geboten. „Wir haben hier heute doch richtig schönes Fest-Wetter“, freute sich Bürgermeister Karl-Jochen Maas, der seit gefühlten Urzeiten vor Ort die Ringzahlen notiert. Assistiert wurde ihm dabei von seinem Vizebürgermeister Hans-Helmut Röh.

Hochspannung beim Königsreiten: Zunächst trugen vier Reiter je zwei Königsringe auf der Lanze, dann stachen Syster Hars und Jens Rieckenberg jeweils den dritten Königsring. Am Ende setzte sich Jens Rieckenberg mit dem vierten Königsring durch; die Proklamation erfolgte um 17.10 Uhr.

Natürlich gab es auch wieder den Kegelwettbewerb – als Kegelkönigin wurde Svenja Röh – Schwiegertochter von Vizebürgermeister Hans-Helmut Röh – gefeiert. Nach kurzer Pause folgte ab 19.30 Uhr der traditionelle Festball in der geschmückten Halle. hem

Die Preisträger beim Südermarsch-Ringreiten: König Jens Rieckenberg, 1. Helma Maas mit 34 von 40 möglichen Ringen; 2. Jörg Jessen (33), 3. Jörg Hars (30), 4. Knut Flatterich (29), 5. Frank Hars (28). K.o.-Pokal Jörg Jessen, Amazonenpokal Helma Maas, Seniorenpokal Jörg Hars, Glückspokal Claus Hansen. Die Preisträger beim Pokal-Ringreiten der Vereine: 1. Simonsberg mit 121 Ringen, 2. Südermarsch (116), 3. Finkhaus (115), 4. Uelvesbüll (106 Ringe).

NDR-Schleswig-Holstein Magazin - Sendedatum: 09.07.2018 19:30 Uhr 

Quelle: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/dorfgeschichten/Dorfgeschichte-Simonsberg,dorfgeschichte946.html

 Dorfgeschichte: Simonsberg   

Mehr als 800 Menschen leben in der Gemeinde Simonsberg an der Nordseeküste, die über die Jahrhunderte schon dreimal von Sturmfluten zerstört wurde. Urlauber schätzen dort die Ruhe.

 
 

Dorfgeschichte: Simonsberg

von Thilo Buchholz

Ein Feld, auf dem Kohlrabi angebaut ist. © NDR
Die Gegend rund um Simonsberg ist vor allem landwirtschaftlich geprägt.

Die Gemeinde Simonsberg befindet sich etwa acht Kilometer südwestlich von Husum, direkt an der Nordseeküste. Mehr als 800 Menschen leben in dem Dorf. Die Flächen drumherum sind landwirtschaftlich geprägt. Wer auf der Dorfstraße - ein alter Deich - bleibt und durch Simonsberg fährt, der ist schnell wieder raus aus dem Dorf. Nach dem Ortseingangsschild kommt eine Kurve und dann schon wieder das gelbe Ortsausgangsschild. Wer die Dorfstraße verlässt, entdeckt etwa 45 Reetdachhäuser, die zu der Gemeinde gehören. Viele sind Ferienhäuser und bewohnt von Familien aus Hamburg.

Sturmfluten prägten Simonsberg

Dreimal wurde Simonsberg mit seiner Kirche in den vergangenen Jahrhunderten von verheerenden Sturmfluten zerstört und weiter landeinwärts wieder aufgebaut. 1634 verwüstete die sogenannte Burchardiflut die Nordseeküste zwischen Ribe und Brunsbüttel. Ihr fielen zwischen 8.000 und 15.000 Menschen zum Opfer. Die schwersten Schäden entstanden im Bereich Nordfriesland, wo Wasser und Wind insbesondere den Küsten immensen Schaden zufügten. Noch schlimmer wüteten die schweren Sturmfluten von 1717/18. Die Naturgewalten zerstörten die gesamte Fläche zwischen Nordstrand und Eiderstedt. 1.500 Hektar Land gingen verloren. Die Überlebenden bauten die Häuser wieder auf aus Soden, Treibholz und Schilf. Die letzte große Sturmflut ereignete sich 1962.

Reges Vereinsleben

Ein alter Traktor mit landwirtschaftlicher Maschine. © NDR
Durch das Restaurieren von alten landwirtschaftlichen Fahrzeugen wollen die Simonsberger jüngeren Menschen die Landwirtschaft nahebringen.

Etwa zehn Vereine haben sich gegründet in Simonsberg. Darunter landschafts-typische Sportarten wie Ringreiten oder Boßeln. Aber auch einen Oldtimer-Verein gibt es. Der Verein zählt etwa 100 Mitglieder aus der Region. Ihre Schätze sind fast 80 Oldtimer wie alte Traktoren oder Motorräder. Daran tüfteln die Schrauber und präsentieren sie auf verschiedenen Veranstaltungen einer breiten Öffentlichkeit. Vor allem jüngeren Menschen wollen sie so die Entwicklung der Landwirtschaft und Technik nahebringen. Das ist für sie ein Stück Lebensqualität auf dem Lande.

Glasfaser-Vermarktung beginnt in Simonsberg
Gemeinde gewährt einen Zuschuss von 1000 Euro pro Anschluss / Am Dienstag Auftaktveranstaltung

Simonsberg Was lange währt, soll gut werden: Nach mehreren Versuchen, das schnelle Internet via Glasfaserkabel nach Simonsberg zu holen, soll jetzt ein weiterer Anlauf unternommen werden. Während der Gemeinderat sich seit langem einig ist, dass die Zukunft des Dorfes vom Anschluss an die moderne Technik abhängt, gilt es nun, die Bürger zu überzeugen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Zudem hat er in seiner Sitzung im Juni einen gewichtigen Anreiz beschlossen: Die Gemeinde gewährt einen Infrastruktur-Zuschuss von 1000 Euro pro Anschluss.

„Die Anbindung an das Breitbandnetz ist für uns alle von existenzieller Bedeutung“, ist sich Bürgermeisterin Angela Feddersen sicher. „Viele der ortsansässigen Unternehmen kämpfen alltäglich mit den Problemen, die ein langsames Internet für sie bedeutet, speziell wenn sie große Datenmengen übertragen müssen. Jeder, der schulpflichtige Kinder hat, weiß, dass ein stabiler Netzanschluss für die Erledigung von Hausaufgaben inzwischen elementar ist. Auch die Tourismusbranche muss Schritt halten“, sagt Angela Feddersen. Schließlich wundere es niemanden mehr, wenn Feriengäste „ohne Empfang“ am Urlaubsort genervt sind. Laut Feddersen bekommen auch in Simonsberg das Arbeiten im Homeoffice und der Online-Handel einen immer wichtigeren Stellenwert. „Zukünftig werden Immobilien, die ohne einen Glasfaseranschluss zum Verkauf oder zur Miete angeboten werden, die Ladenhüter sein“, ist sie sich sicher.

Gemeinsam mit der Bürgerbreitbandnetz-Gesellschaft (BBNG), die den Netzausbau verantworten wird, soll das moderne Glasfaserkabel flächendeckend in Simonsberg verlegt werden. „Erst wenn sich 68 Prozent der Haushalte solidarisch erklären, indem sie sich anschließen wollen und gleichzeitig mit dem Provider TNG Stadtnetz GmbH aus Kiel einen Vertrag abschließen, findet der Ausbau bei uns statt“, so Feddersen. Der Infrastrukturzuschuss der Gemeinde werde bis zum 6. Oktober 2017 gewährt. Derzeit nimmt das Projekt enorm an Fahrt auf: Die Gemeindevertreter haben persönlich Handzettel von Haus zu Haus verteilt, um die Bürger zu informieren.

Am kommenden Dienstag (22.) beginnt um 19 Uhr im Kirchspielskrug eine öffentliche Informationsveranstaltung der Gemeinde, der BBNG und der TNG, und im Anschluss können an diversen Terminen Beratungsgespräche geführt und die Verträge gezeichnet werden. Die Orte und Zeiten sind per Aushang bekanntgegeben worden. „Es geht um uns alle. Das ist unsere Chance. Wir müssen sie ergreifen, sonst fährt der Zug an uns vorbei“, sagt Angela Feddersen.  ieb/hn

Auch in die Ausbildung der Jugendfeuerwehrgruppe wird investiert.

Auch in die Ausbildung der Jugendfeuerwehrgruppe wird investiert.

 

Sehr zufrieden ist der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Simonsberg. Er ist zwar erst drei Jahre alt, hat aber schon 150 Mitglieder. Allerdings fand der Vorsitzende, Dietrich Habenicht, dass ein paar mehr zur Mitgliederversammlung hätten kommen können.

„Viele Mitglieder sind der Garant für eine gute Kassenlage und eine gute Kassenlage der Garant für wertvolle Investitionen in die Feuerwehr, die über die normale Gemeindefinanzierung nicht möglich ist“, machte er den Sinn und Zweck des Vereins deutlich. So wurden seit 2016 ein 4-Gas-Messgerät, ein Handscheinwerfer, ein Steckleiterverbindungsteil „Kran“ und zwei Magnettafeln für den Schulungsraum angeschafft. Außerdem leichte Dienstkleidung für Aktive und Jugendfeuerwehr. Viel wird auch in die Ausbildung der Aktiven investiert, so Habenicht weiter. Das vom Förderverein unterstützte Flüssiggas-Training 2016 war ein voller Erfolg. 80 Feuerwehrmänner und -frauen hatten aus verschiedenen Wehren des Kreises teilgenommen. Am 1. Juni diesen Jahres nahmen sieben Atemschutzgeräteträger aus Simonsberg in Harrislee an einem Training in einem Brandübungscontainer teil. Wehrführer Hans-Jörg Simon erklärte den Anwesenden, was dort unter fast dramatischen Umständen geübt wird. Auch diese Maßnahme wurde vom Förderverein finanziert.

Drei weitere Entscheidungen wurden einstimmig beschlossen. Aufgrund der guten Kassenlage wird die Wärmebildkamera Mi-TIC S3 bereits in diesem Jahr angeschafft. Die Ansparung für eine Arbeitsstellenbeleuchtung mit selbstaufrichtender Lichtsäule und integriertem Aggregat wird fortgesetzt und eine weitere Ansparung für die Zusatzausrüstung eines neuen, von der Gemeinde anzuschaffenden Löschfahrzeugs, begonnen. Des weiteren soll ein so genanntes Halligan-Tool angeschafft werden, zusammen mit dem für den effektiven Einsatz sinnvollen Training. Schulungen im Investitionsplan für 2017/18 sind außerdem für Türöffnung, das Sägen von Holz unter Spannung sowie Tierrettung.

In den Dankesworten von Wehrführer Hans-Jörg Simon wurde deutlich, wie wichtig der Förderverein für die aktive Feuerwehr ist. „Der Verein ist da, wenn die Feuerwehr ihn braucht.“ Das Engagement von Dietrich Habenicht hob der Wehrführer nochmals hervor.
Quelle: https://www.shz.de/17370956 ©2017

Simonsberg Diesmal hatten die Teilnehmer des Simonsberger Kinderringreitens mehr Glück mit dem Wetter als im vergangenen Jahr. Auf der kleinen Bahn starteten 20 Kinder, und auf der großen Bahn kämpften fünf Nachwuchs-Reiter um den Sieg
Nach dem Königsstechen wurde Mirja Gurke auf der kleinen Bahn Königin und Jana Rathje auf der großen Bahn. Im Anschluss wurden die Preise verteilt. Die Königinnen erhielten eine Königskette und den Königspreis. Wie bereits in den Vorjahren wurde dieser von Dörte und Hans-Jürgen Peters sowie von der amtierenden Königin der erwachsenen Reiter, Katrin Lampe, gestiftet. Die ersten beiden Preisträger der kleinen und der großen Bahn erhielten einen Wanderpokal.

Auf der kleinen Bahn wurde die Vorjahreskönigin Femke Miehe Erste mit 28 Ringen, gefolgt von Rieke Peters mit 26 Ringen. Auf der großen Bahn erkämpfte sich die neue Königin Jana Rathje mit 28 Ringen den 1. Platz, und Jörn Peters erhielt mit 15 Ringen den 2. Platz. Den K.O.-Pokal bekam ebenfalls Jana Rathje.  hn

Simonsberg Viele Zuschauer waren beim Ringreiten des Simonsberger Ringreiter-Vereins dabei. Leutnant Jörg Hars konnte General Erwin Kröger 36 aktive Reiter und Amazonen melden.

Simonsberg
Beim Kinderringreiten in Simonsberg starteten auf der kleinen Bahn 16 Jungen und Mädchen und auf der großen Bahn zehn. Auf der kleinen Bahn wurde nach einem Punktsystem geritten, hier errang Femke Miehe die Königswürde. Auf der großen Bahn zählten die gestochenen Ringe. Syster Hars hatte die sicherste Hand.

Simonsberg
Die Regenspiele von Finkhaushallig/Simonsberg – unter diesem Namen wird das Kinderfest 2016 in die Geschichte des Ortes eingehen. Die ersten Spiele waren noch nicht ganz beendet, da öffnete der Himmel seine Schleusen und schloss sie bis zum Ende des Festes nicht wieder. So wurden die Spiele in Finkhaushallig kurzerhand in die Mehrzweckhalle verlegt.

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